Streit um tote Fledermäuse - Windkraftanlagen im Verdacht
Stand: 02.05.2005
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Freiburg (dpa) - Tote Fledermäuse sorgen am Rosskopf bei Freiburg für Streit: 44 Tiere wurden im vergangenen Jahr leblos in der Umgebung von vier Windkraftanlagen der Regiowind GmbH gefunden. Verdacht: Sie wurden von den Mühlen erschlagen. Der Betreiber spricht jedoch von Manipulation durch Windkraftgegner. Weil Fledermäuse unter Artenschutz stehen, droht der Regiowind nun, die Anlagen nur noch eingeschränkt laufen zu lassen. Das Regierungspräsidium forderte den Betreiber am Montag auf, sich mit der Stadt Freiburg zu einigen.
Das Gutachten der Universität Erlangen-Nürnberg wurde im vergangenen Spätsommer erstellt, damit die Anlage überhaupt in Betrieb gehen durfte. Die Wissenschaftler bestätigten, dass bereits am ersten Tag "um die 25" tote Tiere gefunden wurden. Sie schliessen eine Manipulation nicht aus. Der Bund für Umwelt und Naturschutz am südlichen Oberrhein spricht von "einer sehr erstaunlichen Todesursache". Er fordert nicht manipulierbare Untersuchungsbedingungen und eine genaue Analyse der toten Tiere.