Registrierende Leistungsmessung
Sichern Sie sich Ihr Angebot als Industriekunde mit RLM-Zähler.
Jetzt zur Kontaktanfrage-
Individuelle Beratung
-
Optimale Energiebeschaffung
-
Bessere Energiepreise
Sollte Ihr Unternehmen weniger als 100.000 kWh Strom im Jahr verbrauchen und ein SLP-Zähler vorhanden sein, können Sie Gewerbestrom beziehen. Mit einem Stromvergleich für Ihr Gewerbe und anschließenden Wechsel können Sie jährlich deutlich bei den Kosten sparen.
- Präzise Energieerfassung
- Verbrauchsprofile im Energiebereich
- Unterschiede zwischen RLM und SLP
- Vorteile der RLM
- Wann die RLM zum Einsatz kommt
- RLM-Zähler vs. Smart Meter
- RLM: So funktioniert es
- Verbrauch und Kosten einsparen
Das Wichtigste in Kürze
- Die registrierende Leistungsmessung (RLM) ist ab einem Jahresverbrauch von 100.000 kWh gesetzlich vorgeschrieben.
- Dadurch wird der Stromverbrauch von Großkunden präzise in 15-Minuten-Intervallen erfasst.
- Die RLM ermöglicht detailliertes Lastmanagement und Energieoptimierung für Unternehmen.
- Für Privathaushalte und Gewerbe mit deutlich niedrigerem Stromverbrauch kommen Standardlastprofile (SLP) zum Einsatz, die jährlich manuell abgelesen werden.
Präzise Energieerfassung für Großverbraucher
Die registrierende Leistungsmessung (RLM) ist ein zentrales Instrument für die genaue Erfassung und Abrechnung des Stromverbrauchs bei Großkunden. In einer Zeit, in der Energieeffizienz und Kostenkontrolle immer wichtiger werden, ermöglicht die registrierende Leistungsmessung Unternehmen, ihren Energieverbrauch detailliert zu analysieren und zu optimieren. Dieser Artikel erklärt die Funktionsweise, Vorteile und Einsatzbereiche der RLM sowie die Unterschiede zu anderen Messverfahren.
Verbrauchsprofile im Energiebereich
Der Stromverbrauch von Kunden aus Industrie und energieintensivem Gewerbe wird mithilfe der registrierenden Leistungsmessung detailliert erfasst und an die Netzbetreiber gemeldet. Ein unerwarteter starker Anstieg des Verbrauchs in einer großen Fabrik könnte das Stromnetz sonst vor Probleme stellen. Die registrierende Leistungsmessung dient somit auch einer stabilen Energieversorgung für alle Verbraucher.
Bei Privathaushalten, Bäckereien oder etwa landwirtschaftlichen Betrieben wird hingegen eines der Standardlastprofile (SLP) angewendet. Es bildet ein durchschnittliches Stromverbrauchsverhalten eines bestimmten Kundentyps ab. Das Standardlastprofil berücksichtigt Schwankungen beim Strombedarf je nach Saison oder Wochentagen. So steigt beispielsweise in einem durchschnittlichen Haushalt der Stromverbrauch am Wochenende im Vergleich zu Wochentagen.
Mithilfe dieser Profile können sich die Stromlieferanten besser auf den Bedarf einstellen, denn der tatsächliche Stromverbrauch bei den Standardlastprofilen wird nur einmal jährlich abgelesen beziehungsweise gemeldet.
Unterschiede zwischen RLM und SLP
Die registrierende Leistungsmessung und die Abrechnung nach einem der Standardlastprofile sind zwei grundlegend verschiedene Ansätze zur Erfassung und Abrechnung des Stromverbrauchs. Während ersteres für Industriekunden mit hohem Stromverbrauch konzipiert ist und eine präzise, zeitnahe Messung ermöglicht, basiert letzteres auf vereinfachten Annahmen für kleinere Verbraucher. Diese unterschiedlichen Methoden haben weitreichende Auswirkungen auf Genauigkeit, Kosten und Möglichkeiten des Energiemanagements. Nachfolgend die wichtigsten Unterschiede der beiden Methoden:
- Messgenauigkeit: Die RLM erfasst den tatsächlichen Verbrauch in 15-Minuten-Intervallen, während das SLP auf geschätzten Verbrauchsprofilen basiert.
- Abrechnungszeitraum: Kunden der RLM erhalten monatliche Abrechnungen, SLP-Kunden werden jährlich abgerechnet.
- Lastmanagement: Die RLM ermöglicht ein detailliertes Lastmanagement, was bei dem SLP nicht möglich ist.
- Zielgruppe: Die RLM ist für Großkunden konzipiert, das SLP für Privathaushalte und kleinere Gewerbe.
Vorteile der registrierenden Leistungsmessung
Mithilfe des detaillierten Lastprofils haben Großkunden und Netzbetreiber jederzeit einen genauen Überblick über den Stromverbrauch. Durch die automatische Datenerfassung können Kunden gegebenenfalls Sparpotenziale ausmachen und so den Energiebedarf senken. Auch unerwarteter Mehrverbrauch ist zeitnah ersichtlich, sodass schnell gegensteuert werden kann.
Aufgrund der hohen Bezüge an Kilowattstunden erhalten RLM-Kunden günstigere Tarife als Kunden der herkömmlichen Standardlastprofile. Es ist bei vielen Anbietern ebenfalls möglich, unterschiedliche Preise zu unterschiedlichen Zeiten zu vereinbaren.
Optimierung des Strombezugs für Gewerbekunden
Stromkosten sind für Industrie- und Gewerbekunden ein bedeutender Posten in der Kalkulation. Mit den Lösungen von Verivox erhalten Sie maßgeschneiderte Angebote für Ihr Unternehmen und können schnell den passenden Lieferanten und Stromanbieter für Industriestrom ermitteln.
Einsatzkriterien für die registrierende Leistungsmessung
Die deutsche Stromnetzzugangsverordnung (StromNZV) schreibt eine registrierende Leistungsmessung ab einem jährlichen Verbrauch von 100.000 Kilowattstunden vor (bei Gas sind es 1,5 Millionen kWh pro Jahr). Da die RLM einige Vorteile mit sich bringt, wollen auch manche Stromkunden mit geringerem Verbrauch diese Messform nutzen. Ob dazu die Möglichkeit besteht, ist von Netzbetreiber zu Netzbetreiber unterschiedlich.
Grundsätzlich können Kunden auch mit einem geringeren Jahresverbrauch eine registrierende Leistungsmessung beantragen. Besonders gut sind die Aussichten, wenn die Kunden stündlich mehr als 500 kW verbrauchen, auch wenn so kein Gesamtjahreswert von 100.000 kWh erreicht wird. Für Kunden mit geringerem Verbrauch werden hingegen zunehmend Smart Meter als Alternative zur herkömmlichen Messung eingesetzt.
Unterschiede zwischen RLM-Zähler und Smart Meter
Stromzähler für RLM-Kunden und Smart Meter sind beides intelligente Zähler, die den Stromverbrauch automatisch und ohne manuelle Ablesung an den zuständigen Netzbetreiber übermitteln. Die Nutzung betrifft derzeit aber unterschiedliche Kundengruppen: Während RLM-Zähler speziell für den industriellen Bereich entwickelt wurden, sind Smart Meter für Privathaushalte und kleinere Gewerbe gebräuchlich.
Bis 2032 werden heutige Stromkunden mit Standardlastprofilen und älteren mechanischen Ferarris-Zählern auf digitale Zähler, die sogenannten modernen Messeinrichtungen, umgerüstet. Immer häufiger werden dabei auch Smart Meter anzutreffen sein, die bereits 2025 für einige Haushalte verpflichtend sind. Industriekunden werden hingegen bis auf absehbare Zeit noch RLM-Zähler verwenden.
Funktionsweise der registrierenden Leistungsmessung
Bei der registrierenden Leistungsmessung erfasst eine Messeinrichtung den Mittelwert des Energieverbrauchs jeweils für eine Viertelstunde. Dafür ist ein Lastgangzähler notwendig, der sich aus der Ferne auslesen lässt. Der ermittelte Wert wird automatisch an den Netzbetreiber gemeldet. Dies geschieht entweder über Mobilfunk, Internet oder das Stromnetz selbst.
Anhand der erfassten Werte lässt sich dann das Lastprofil dieses Kunden bestimmen. Mit diesem Lastprofil kann der Netzbetreiber den Stromverbrauch genau einschätzen und zu Spitzenzeiten mehr Energie ins Stromnetz einspeisen.
Leistungsmessung bei Gas & Erdgas
Eine Ermittlung der Verbrauchswerte mittels registrierender Leistungsmessung ist auch bei Gas & Erdgas möglich. Dort ist der Messzeitraum bzw. die Messperiode jedoch länger und beträgt 60 Minuten. Aufgrund der höheren Speicherkapazität der Gasleitungen wirken sich kurzzeitige Spitzen im Verbrauch nicht so schnell auf das gesamte Netz aus wie beim Stromverbrauch.
Verbrauch und Kosten einsparen dank effizientem Lastenmanagement
Die kleinteilige Messung des Energieverbrauchs hat nicht nur Vorteile für den Netzbetreiber, der so die Einspeisung des Stroms besser planen kann, sondern auch für den RLM-Kunden. Die Kunden erhalten monatliche Abrechnungen und haben so einen genauen Überblick über den Stromverbrauch. So sehen sie welchen Uhrzeiten die Spitzenlast besteht und wann sie weniger Energie benötigen. Mit diesen Informationen können die Kunden ihr Lastenmanagement optimieren.
Optimierungsmöglichkeiten durch RLM
Unter Umständen lassen sich einige energiehungrige Arbeiten außerhalb der Zeit mit dem größten Verbrauch an Energie erledigen, damit die Auslastung gleichmäßiger ist. Und durch solch eine Reduzierung der Spitzenlast sinkt auch der Preis.
Zudem kann der Strom zu manchen Zeiten (zum Beispiel nachts) günstiger sein als am Tag. Durch die monatliche Übersicht über die viertelstündlichen Leistungswerte erkennen die Kunden schnell, ob zu bestimmten Zeiten plötzlich ein Mehrverbrauch im Vergleich zu den Vormonaten auftritt, und können dann gezielt gegensteuern.