Glasfaser: Rund 25 Prozent der Haushalte sind am Netz angeschlossen
Stand: 02.04.2025
Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox
Wie steht es um den Glasfaserausbau in Deutschland? Aktuelle Zahlen mit Stand von Ende Dezember 2024 liefert eine Marktanalyse des Glasfaserverbands BREKO. Die Studie wurde zum Start der Digital- und Glasfasermesse „fiberdays 25“ in Frankfurt veröffentlicht. Die Zahl der tatsächlich an ein Glasfasernetz angeschlossenen Haushalte, Unternehmen und Behörden stieg 2024 deutlich an. Aber dennoch ist Glasfaser für viele Verbraucherinnen und Verbraucher noch nicht verfügbar.
5,9 Millionen Glasfaseranschlüsse werden bereits von Kunden genutzt
- Ende Dezember 2024 waren laut der Studie 11,3 Millionen Haushalte an Glasfaser angeschlossen ("Homes Connected"). Dabei waren die Gebäude mit dem Glasfasernetz verbunden, jedoch war der Zugang noch nicht aktiviert. Damit ergebe sich eine Glasfaseranschlussquote von 24,5 Prozent.
- Der Glasfaserausbau in Form von "Homes Passed" kam Ende 2024 auf 22,5 Millionen Haushalte. Dabei wird Glasfaser zumindest bis in die Nähe der Kunden in der Straße verlegt, aber das Gebäude noch nicht angebunden. Das ist eine Glasfaserausbauquote von 48,8 Prozent.
- Nach Einschätzung des Glasfaserverbandes BREKO werde das Zwischenziel der alten Ampel-Regierung, das eine Glasfaserverfügbarkeit von 50 Prozent bis Ende 2025 vorsah, auf jeden Fall erreicht.
- Aktiviert und somit auch von Kunden genutzt ("Homes Activated") waren Ende Dezember 2024 rund 5,9 Millionen Anschlüsse. Alleine im zweiten Halbjahr 2024 sei die Zahl der aktivierten Anschlüsse um 700.000 gestiegen. Der Großteil der tatsächlich genutzten Anschlüsse entfiel mit 77 Prozent auf Wettbewerber der Telekom. Die Zahl der aktiven Glasfaser-Kunden der Telekom lag Ende 2024 bei rund 1,4 Millionen.
Glasfaserverfügbarkeit mit Verivox prüfen
Möchten Sie prüfen, ob bei Ihnen Glasfaser verfügbar ist? Nutzen Sie dazu den Verivox-Tarifrechner. Nach Eingabe Ihrer Adresse zeigen wir die bei Ihnen verfügbaren Tarife an. Ist kein Glasfaser verfügbar, erhalten Sie alternativ einen Überblick über bei Ihnen erhältliche Tarife per DSL und Kabel-Internet.
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Neue Bundesregierung soll Ausbau der digitalen Infrastruktur priorisieren
Der BREKO fordert von der Politik investitions- und wettbewerbsfreundliche Bedingungen für die weitere Entwicklung des Glasfaserausbaus. Dazu sollte laut dem Verband auch die Schaffung eines eigenständigen Digitalministeriums gehören.
In einer am Mittwoch veröffentlichten Civey-Umfrage im Auftrag des BREKO sprachen sich zwei Drittel der Befragten dafür aus, dass die neue Bundesregierung den Ausbau der digitalen Infrastruktur mit hoher oder höchster Priorität vorantreibt. BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers hält denn auch ein Ausbaubeschleunigungsgesetz und einen Bürokratierückbau für erforderlich. Zudem müsse es ein wettbewerbsneutrales Konzept für den Umstieg von der Kupfer-Infrastruktur auf Glasfaser geben.