Urlaubsfotos: Kostenfalle Instagram
Stand: 31.07.2017
Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox
Heidelberg. Roaming ohne Zusatzkosten gibt es nur innerhalb der EU. In anderen Ländern lauern Kostenfallen auf deutsche Urlauber. Wer seine Urlaubsfotos über Facebook oder Instagram teilt, zahlt dabei bis zu 19,25 Euro pro Megabyte (MB). Das zeigt die Analyse der Tarifexperten von Verivox.
Posieren am Pool wie die Promis oder Selfies am Strand wie die Stars – tolle Urlaubsfotos auf Instagram oder Facebook kann jeder posten. Ob aber jeder hinterher die Rechnung ebenso locker bezahlen kann wie die Promis, ist fraglich. Denn die voreingestellten Roaming-Tarife der Anbieter sind meist sehr teuer. Das gilt besonders für die Datennutzung:
Urlaubsfotos aus der Türkei: bis zu 12 Euro pro MB
Wer im voreingestellten Tarif je zehn Bilder auf Instagram und Facebook teilt, zahlt zum Beispiel in der Türkei fast 12 Euro pro MB. Auf Fernreisen können es sogar bis zu 19,25 Euro werden. Für 70 MB würden laut Preisliste theoretisch über 1.300 Euro anfallen – sofern keine Kostendeckelung greift.
Reisepakete buchen: Bis zu 1.287 Euro sparen
„Urlauber können mit speziellen Optionen fürs Ausland erheblich sparen,“ sagt Christian Schiele, Bereichsleiter Telekommunikation bei Verivox. „Diese Pakete können beim Anbieter für die Zeit des Urlaubs zusätzlich zum Inlandstarif gebucht werden.“
Es gibt etwa Wochenpakete mit 150 MB für 14,95 Euro (Telekom) oder ein Tagespaket mit 6 MB für 1,99 Euro (O2).
Die Preisunterschiede zwischen voreingestellten Tarifen und Reisepaketen sind enorm: Im krassesten Fall in der Berechnung zahlen Urlauber im Standardtarif das 37-fache des günstigen Reisepaketpreises (Telekom).
Tipps und Infos: Schutz vor unkontrollierten Kosten
1. Kostenschutz: In den meisten Tarifen wird im Ausland ab einem Betrag von 59,50 Euro die Internetverbindung unterbrochen. Erst nachdem der Kunde aktiv zustimmt, kann er weitersurfen. Dieser Kostenschutz gilt jedoch nicht für alle Tarife.
2. Verbrauch kontrollieren: Unbedingt die SMS-Benachrichtigungen des Anbieters lesen oder den Datenverbrauch in der App des Anbieters im Auge behalten. Vor dem Urlaub Datenbedarf schätzen und Informationen über verfügbare Reisepakete einholen.
3. Spezielle SIM-Karten: Oft ist die Internetnutzung mit lokalen Prepaidkarten oder einer international gültigen Prepaidkarte wie etwa der Verivox Reise-SIM deutlich günstiger. Solche Karten können für viele Reiseländer vorab bestellt werden.
Methodik:
Verivox hat anhand eines Musterprofils berechnet, welche Roamingkosten bei den drei Netzbetreibern jeweils im voreingestellten Tarif und in der zubuchbaren Auslandsoption anfallen. Der Musterurlauber ist zehn Tage auf Reisen in der Türkei oder den USA bzw. in Südafrika, Thailand oder Costa Rica. Er postet an zehn Tagen täglich je ein Bild auf Facebook und auf Instagram. Hierbei wurde ein Gesamtdatenbedarf von etwa 70 Megabyte ermittelt – wer zusätzlich noch telefoniert oder mit Freunden und Followern kommuniziert, zahlt noch mehr.