Die besten 5 Spartipps für Konto, Tagesgeld und Co.
Stand: 21.10.2016
Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox
Heidelberg - Endlich mehr Geld im Portemonnaie? Das unabhängige Vergleichsportal Verivox gibt Verbrauchern fünf wertvolle Tipps an die Hand, mit denen sie sparen können.
1. Kredit zu zweit lohnt sich
Wer seinen Kredit zu zweit beantragt, steigert die Chancen auf niedrige Zinsen und die Bank bewilligt das Darlehen leichter. Das zeigt eine Verivox-Auswertung von Verträgen, die im Zeitraum von Januar bis August 2016 über Verivox abgeschlossen wurden. Demnach zahlen Kreditnehmer zu zweit im Durchschnitt 20 Prozent weniger Zinsen für ihren Kredit. Analysiert wurden Kreditsummen von 12.000 bis 15.000 Euro. Vor der Unterschrift sollten sich beide Kreditnehmer aber bewusst machen, dass jeder für den ganzen Kredit haftet.
2. Mit Top-Tagesgeld die Inflation schlagen
Ein durchschnittlich verzinstes Tagesgeld bringt dem Sparer momentan 0,06 Prozent Rendite, wie eine Auswertung der Verivox-Datenbank mit Angeboten von 800 Banken und Sparkassen zeigt. In Wirklichkeit wird das Geld aber weniger. Werden die 0,24 Prozent Inflation (Jan. – Aug. 2016) einkalkuliert, dann bleiben von 10.000 Euro nach einem Jahr nur noch 9.982 Euro übrig. Dass es anders geht, beweisen Tagesgelder mit Top-Zinsen (1,00 Prozent). Damit schlagen Sparer die Inflation dauerhaft. Die Rendite nach Inflation: 10.076 Euro.
3. Baufinanzierung: Zinsbindung richtig wählen
Noch nie waren die Zinsen für die Baufinanzierung so niedrig wie heute. Sollen sich Hauskäufer diese Konditionen jetzt lieber für 10 oder für 20 Jahre sichern? Das Dilemma: Bei der längeren Laufzeit ist das Risiko der Bank höher und sie verlangt einen Zinsaufschlag – 1,69 Prozent statt 1,02 Prozent für 10 Jahre. Ab wann lohnt es sich, diesen Aufschlag in Kauf zu nehmen? Eine Modellrechnung für einen 200.000-Euro-Kredit mit einer Monatsrate von 800 Euro bringt Klarheit. Liegt der Zins in zehn Jahren über 3,18 Prozent, dann ist die 20-jährige Zinsbindung günstiger. Bleibt der Zins unter dieser Marke, dann wäre es günstiger, jetzt einen Kredit über 10 Jahre abzuschließen und danach eine Anschlussfinanzierung mit den dann gültigen Zinsen zu suchen. Welche Variante sich am Ende lohnt, lässt sich nicht vorhersehen. Wer besonders viel Wert auf Planungssicherheit legt, der sichert sich lieber die Konditionen für 20 Jahre.
4. Komplett kostenfreies Girokonto finden
Viele Banken drehen an der Kostenschraube, sie erhöhen Monatsgebühren für das Girokonto oder führen Gebühren für beleghafte Zahlungen ein. „Das kostenlose Girokonto ist auf dem Rückzug, aber nicht verschwunden“, sagt Guido Syré, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Besonders Verbraucher, die alle Bankgeschäfte online erledigen, werden weiter fündig. Bei Top-Angeboten gibt es keine monatlichen Grundgebühren; Überweisungen und Daueraufträge kosten nichts und auch die Girocard (früher EC-Karte) und die Kreditkarte sind kostenlos. Angst vor dem Kontowechsel muss niemand mehr haben. Seit September 2016 sind Banken gesetzlich verpflichtet, Kunden dabei zu unterstützen. So ziehen alle Daueraufträge und Lastschriften sicher mit um.
5. Fonds – Gebühren für den Fondsvermittler sparen
Der durchschnittliche Ausgabeaufschlag bei Aktienfonds liegt bei 5 Prozent. Bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro würde der Anleger dadurch nur 9.500 Euro in Aktienfonds investieren. Direktbanken oder Discountbroker erheben diese Gebühr dagegen meist nicht. Auf Beratung müssen Nutzer dabei nicht verzichten; das zeigt der Fondsvergleich von Verivox, der 28.000 Fonds einem Ranking nach 2 klaren Kriterien unterzieht. Wer clever verhandelt, kann bei seiner Filialbank immerhin einen Rabatt auf den Ausgabeaufschlag bekommen.