Gasmarkt im Umbruch: Warum die Gaspreise uneinheitlich tendieren
Stand: 26.10.2012
Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox
Heidelberg - Der Gasmarkt in Europa und somit auch in Deutschland steht vor einem fundamentalen Umbruch. Während früher der Gaspreis maßgeblich durch die sogenannte Ölpreisbindung an den Ölpreis gekoppelt war, zeigt sich zuletzt ein anderes Bild: "Während die Preise für Heizöl beispielsweise von August 2009 bis August 2010 um fast ein Drittel gestiegen sind, folgten die Gaspreise diesem Trend nicht mehr", erklärt Chris Öhlund, CEO der Verivox Gruppe.
Aufgrund neuer Fördertechniken können neue Gasfelder erschlossen werden, was zu einer regelrechten Erdgas-Schwemme an den Märkten sorgt. Davon profitieren vor allem die Gasversorger, die nicht auf langfristige Lieferverträge gesetzt haben, sondern mehr Gas auf den Großhandelsmärkten kaufen.
Für die Verbraucher heißt das: Setzt der Gasversorger auf langfristige Lieferverträge mit Ölpreisbindung, können Kunden kaum mit fallenden Preisen rechnen. Setzt der Gasversorger auf kurzfristige Einkäufe am Großmarkt oder am Spotmarkt, können Kunden sich eher auf sinkende Preise einstellen. Die Beschaffungsstrategie der Versorger macht also den Unterschied.
Dies zeigt sich auch zu Beginn dieser Heizperiode: 47 Gasversorger hatten für Oktober Preissteigerungen von durchschnittlich fünf Prozent angekündigt; 28 Gasversorger hatten für den gleichen Zeitpunkt Preissenkungen von durchschnittlich sieben Prozent bekanntgegeben. Eine richtige Vorstellung von den Gaspreisen erhält man nur im Vergleich mit den Angeboten anderer Gasversorger.
Weitere Hintergrundinformationen zu den aktuellen Entwicklungen finden Sie in dem Gastbeitrag von Chris Öhlund, CEO der Verivox Group, in der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen.